„KUNSTWERKE SIND ORTE DES NACHDENKENS.“ LISA SARTORIO

Die Lust kreativ zu arbeiten hat uns zu diesem alten, schon fast aussterbendenen, Handwerk der Fotogra e gebracht. Das Duo ExFormation, (Olivier Schlund, Masseur und Sophie Scheifele, Fotogra n) übernimmt die Leitung.

Dieses, ja schon fast antike Verfahren, lassen wir, das erste mal, glanzvoll wieder auferstehen im Rahmen von „Streetfood Fes- tival 2019“

Diese Apparate der Strassenfotogra e, sogenannte: „Streetbox, Minu- teros, Kubanische Polaroid, Afghan Box Camera oder kamra-e-faoree“, egal wie der Name lautet, die Technik bleibt die gleiche. Diese simplen Kameras mit integrierter Dunkelkammern, ermöglicht es uns, vor Ort, Schwarzweiss Fotos zu schiessen und zu entwickeln in ein und dem selben Vorgang. Im Durchschnitt dauert der Prozess pro Foto 7 bis 10 Minuten.
Unsere Kamera ist genau eine dieser oben genannten „Afghan Box Kame- ras“. Die Kamera besteht aus einer ein- fachen, lichtdichten Box mit einem kleinen Loch vorne. Das Licht wird anhand des Objektives auf dem Fo- topapier, welches auf der Fokusplat- te au iegt, gebündelt. Die bewegliche Glasplatte, auch Mattscheibe genannt, ermöglicht es eine Bestandsaufnahme durchzuführen bevor das Papier ex- akt eingelegt wird. Im gesamten Pro- zedere, ist kein Film involviert. Das hat zu bedeuten, dass jedes Belichtete Papier ein Unikat ist und somit nicht reproduzierbar ist. Sobald das Papier von der Entwick- lungs üssigkeit in das Fixierbad ein- getaucht wird, kann die Box geöffnet werden und das Bild wird sichtbar. In unserer Technologie wird ein „di- rect positive“ Papier aus dem Hause Harmann verwendet, um die Warte- zeiten zu reduzieren geschiedenen zu halbieren. Denn normalerweise erhält man erst ein negatives Ab- bild, welches man in einem weiteren Schritt erneut ablichtet.

Der vordere Teil der Kamera besteht aus einer „Shutterlinse“ aus den 20er Jahren, mit einer Brennweite von 315 oder 210mm und im inneren einer von aussen regu- lierbaren Fokusplatte. Der hintere Teil ist das dazugehörige Labor mit zwei Bädern, einmal für Entwickler- und einmal für die Fixierungs üssigkeit. Dieses Verfahren ver- folgt den Ablauf von Niepce‘s Forschung im Jahre 1822*. Eine Technik, die zu einem Kunstwerk, zu einem Unikat wird. „Luscus pics“, eine lebendige Technik der Fotogra- e. Ein handwerkliches Porträt eines fotogra schen Typs. Eine Begegnung in der Gegenwart, durch das Wissen über die Vergangenheit. „Schwer und rudimentär, verjagt es die Authentizität in einer Sekunde. Vergiss die Geschwindigkeiten, die Perfektion und lass dich von der Über- raschung verzaubern.

„Lasst das Licht herein, (. . . . ) Solange die Sonne sie streichelt (. . . . ) Immer wieder daran erinnernd, dass mit der Alchemie der Einfachheit zu reisen bedeutet, sich mit dem Langsamen zu versöhnen“. Sébastien Bergeron

Dieser Beruf des Straßenporträtfoto- gra e verschwindet durch die digitale Bewegung. Die Ästhetik der Fotogra- e hat ihren ursprünglichen Wert ver- loren, Smartphones und Photoshop haben die Oberhand gewonnen. Die Einfachheit der Fotogra e existiert nicht mehr. Wir wollen euch diesen heiligen Begriff der Fotogra e zurück- geben.Wir brauchen nur Licht! Als Troubadoure werden wir segeln, auf den Straßen, in den Städten und durch die Festivals dieser Welt. Unsere Kamera der speziellen Art wird Jeder und Jedem die Möglichkeit bieten, ein total einzigartiges Porträt zu erstehen. Außerdem haben wir Äpfel mit im Gepäck sowie Kostü- me, Accessoires, falsche Schnurrbärte und Spiegel um das vom Kunden gewünschte Image zu verfeinern. Ist das volle Programm erwünscht, so verfassen wir dazu noch jeweils ein Stück personalisierte Poesie. Als royale Option, zur Überbrückung der Wartezeit, wird ebenso eine entspannende Thai-Massage im Paket angeboten.

Bei der Fotogra e geht es nicht nur um das Sehen, sondern auch um den Körper! Fotoabzüge haben eine einzigartige Dimension. So taktil, lebendig, menschlich und sensibel funktionieren sie nach diesen Prinzipi- en eines logischen „Know-hows“. Mit diesem Projekt kehren wir zu den Grundlagen der Fotogra e zurück. Du bist plötzlich in der Lage, zu Hau- se, ein Bild von dir zu haben, so wie die Portraits unserer Großmütter.